BRIGITTE MÜNCH

Naxos Tor  Insel der vergessenen Erinnerungen

Insel der vergessenen Erinnerungen

Tagebuch eines Reisenden

Ein Interview von Nele Robitzky mit Brigitte Münch

Entkräftet von der Arbeit und von seiner Frau verlassen. Da ist eine erholende Reise durch Griechenland doch genau das Richtige! Mit dem Segelboot fährt er auf das weite Meer hinaus. Durch Zufall landet er auf einer rätselhaften Insel, die seltsame Auswirkungen auf ihn zu haben scheint … Wer war er noch gleich? Und wie war er hierher gekommen?

»Vielleicht weist es einen Weg, dass es immer Alternativen für ein sinnvolleres Leben gibt.«


Nele Robitzky: Liebe Frau Münch, Die Kurzgeschichte Insel der vergessenen Erinnerungen ist bereits in Ihrem Buch “Geschenk vom Olymp” erschienen. Der Verlag hat nun entschieden, sie separat als E-Book zu veröffentlichen – Was macht die Geschichte für Sie zu etwas Besonderem?
Brigitte Münch: Die Verquickung des antiken Lotophagen-Mythos mit der Moderne. Die Idee, auf einer Insel zu landen und dort allmählich alles Vergangene zu vergessen, um ein neues, ganz anderes Leben anzufangen, finde ich sehr reizvoll.

Nele Robitzky: Woher kam Ihre Inspiration zu dieser Geschichtsidee?
Brigitte Münch: Aus der Odyssee. Verbunden mit meinem eigenen Inselleben.

Nele Robitky: Stress und Überarbeitung sind in unserer heutigen Gesellschaft unsere ständigen Begleiter. Hatten Sie hierzu eine bestimmte Botschaft für Ihre Leser im Sinn, als sie die Geschichte geschrieben haben?
Brigitte Münch: Möglich, vielleicht unbewusst. Vielleicht weist es einen Weg, dass es immer Alternativen für ein sinnvolleres Leben gibt.

Nele Robitky: Wie kamen Sie dazu Geschichten mit fantastischen Elementen zu schreiben und inwieweit lassen Sie sich dabei von der griechischen Mythologie inspirieren?
Brigitte Münch: Eben genau dadurch: die griechische Mythologie ist extrem reich, bunt und vielfältig – ein Füllhorn sozusagen an Inspirationen und Ideen für Geschichten.

Nele Robitky: Wie stehen Sie selbst zum Schreiben eines Tagebuchs?
Brigitte Münch: Mir selbst liegt es nicht, genau so wenig, wie autobiografisch zu schreiben. Ich denke mir lieber Figuren aus oder verwende Charaktere, denen ich mal begegnet bin.

Nele Robitky: Wie bereiten Sie sich auf das Schreiben einer neuen Geschichte vor? Wie recherchieren Sie?
Brigitte Münch: Ich schreibe eher spontan, aus dem Bauch heraus. Sollten Recherchen notwendig sein, dann mache ich sie, wenn ich an eine entsprechende Stelle komme. Wie recherchiert man heute … überwiegend im Internet …

Vielen Dank für das Interview, Frau Münch!


Quelle: Größenwahn-Verlag Frankfurt am Main